Spielbericht (F-Junioren): Kolkwitzer SV – SV Wacker Ströbitz II

Endergebnis: Kolkwitzer SV – SV Wacker Ströbitz II 2:3

Nächstes Spiel unserer F-Junioren in der Meisterrunde und somit erstes Heimspiel gegen die Zweite Mannschaft von Wacker Ströbitz. Erneut auf dem Papier ein gleichwertiger Gegner und mit dem Heimvorteil wollten wir die Auftaktniederlage vergessen machen, aber dann kam wieder alles ganz anders.

Erneut mussten die Trainer auf 5 (!) von 13 Spielern verzichten, was auch bedingte, dass 3 Stammkräfte in der Startaufstellung fehlten. Dies zu kompensieren sollte auch am heutigen Tage nicht leicht fallen und so merkte man von Anfang an, dass die Offensive heute nur schwer in Gang kam. 10 Minuten lang tasteten sich die Teams ab, wobei Wacker immer besser ins Spiel kam. Trotz dieser aufkommenden Überlegenheit, gelang Rune mit unserer ersten Großchance das 1:0. Sehenswert wie der „Ersatzstürmer“ sich seinen Weg zum Tor suchte und konsequent den Ball im Netz zappeln lies. Leider gab dies dem Team nicht den erhofften Aufschwung und so blieb die Partie in den Händen der Gäste. Unser Mittelfeld hatte große Probleme im defensiven Bereich und alle Hände voll zu tun, Wacker von unserem Kasten fernzuhalten. Darunter litten dann leider die Stürmer, die zumeist auf sich allein gestellt waren. Folgerichtig kam Ströbitz zu immer mehr Chancen und nutze zwei davon in der 17. und 19. Minute für den 1:2 Pausenstand. Glück für uns das es nicht 1:4 stand, da Wacker einmal den Pfosten traf und ein Ball noch durch unseren Stürmer Rune von der Torlinie „gekratzt“ wurde. Dass dieser als Stürmer hinten aushelfen musste, zeigt schon deutlich die dargebotene Hilflosigkeit der Abwehr.

Die Kabinenansprache des Co-Trainers fiel entsprechend aus! Das Defensivverhalten des Mittelfeldes, die Zuordnung der Abwehr zum Gegner und die Abstöße des Torhüters mussten eindeutig in der zweiten Hälfte besser werden, um hier das Spiel noch einmal drehen zu können.

Wir waren kaum wieder auf dem Platz, da nutzte unser Stürmer Yannick einen Fehler des gegnerischen Torhüters, der ihm mit einem Abstoß den Ball direkt vor die Füße servierte, und erzielte mit einem satten und platzierten 20 Meter Schuss über die komplette Wacker Abwehr und den Schlussmann hinweg den 2:2 Ausgleich. Ein technisch sauberer Schuss und (für mich) der schönste Treffer des Tages. Leider sollte dies das einzige Highlight der zweiten Halbzeit für Kolkwitz bleiben, denn Wacker übernahm wieder das Spielgeschehen. Die Zuordnung in unserer Hintermannschaft blieb weiterhin das Problem und so fand man sich nur noch in der Verteidigung wieder. Nur selten überquerte ein Ball kontrolliert die Mittellinie nach vorn und so war es nur eine Frage der Zeit bis Wacker das Runde im Eckigen unterbringen sollte. In der 27. Minute brachte eine von mehreren Ecken Ströbitz die erneute Führung. Eine sehenswerte Hereingabe konnte die Nummer 6 des Gästeteams seelenruhig im Strafraum annehmen und sich förmlich eine Ecke aussuchen und verwandeln. An der ungewollten Lautstärke des Kolkwitzer Co-Trainers konnten man sofort die Unzufriedenheit über solch ein Abwehrverhalten ablesen, stand man doch bei diesem Standard mit 4 eigenen Spieler nur 2 Angreifern gegenüber. Auch wenn man nun nach vorn noch einmal alles versuchte und auch die Abstöße unseres Torhüter sichtbar besser wurden, konnten wir uns keine zwingenden Torchancen mehr erarbeiten. So blieben die besseren Abschlüsse dem Gegner vorbehalten. Mit einem weiteren Pfostenschuss erneut im Pech, konnte Wacker nicht erhöhen und dank einem auf der Linie starken Torhüter Eric, wurden noch einige Chancen mehr vereitelt. Zu allem Unglück in der letzten Spielminute dann auch noch ein Handelfmeter zu unseren Ungunsten. Aber auch hier konnte sich unser Keeper noch einmal auszeichnen und hielt den geschossenen Elfer hervorragend. Schlussendlich trotzdem eine verdiente 2:3 Niederlage nach 40 Minuten Spielzeit. Der erste Sieg für Wacker Ströbitz II in der Meisterrunde.

Fazit: Die Abwesenheit eines Stürmers und besonders von zwei Stammkräften im Mittelfeld schlägt sich erneut deutlich in der Defensiv- und Offensivarbeit nieder. Das Defizit was man bei VfB Cottbus bereits sah, aber 35 Minuten lang kompensieren konnte, war heute noch deutlicher zu spüren. Man muss zufrieden sein, das man hier nicht mit 6 oder mehr Gegentoren vom Platz ging, die Möglichkeiten von Wacker waren da (2x Pfosten, 1 verschossener Elfmeter). Die wenigen Chancen die offensiv heraussprangen, wurden in zwei Tore umgesetzt. Eine positive Entwicklung unserer Abschlussstärke, nur leider waren es einfach zu wenige Offensivakzente die zu Abschlüssen führten. Inakzeptabel sind weiterhin der große Abstand zum Gegenspieler und die anscheinende Angst aggressiv und aktiv auf den Ball zu gehen. Hier gilt es dran zu arbeiten, um somit viel mehr eigenes Spielgeschehen fördern zu können und dies nicht dem Gegner zu überlassen.

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