Wenn Fußball zur Nebensache wird
Kolkwitzer SV – VfB Cottbus 1:0
Aufstellung: Waltschew; Szobonya, Goertz, Bagola, Lehnik; Machate (11.min Jähne, 79.min Kiss), Specht, Kaiser, Helbig; Grützner, Kuba (70.min Gipp)
Tor: 1:0 83.min Kaiser
Am Tag der deutschen Einheit hatten wir den VfB Cottbus zu unserem zweiten von drei Heimspielen innerhalb von 7 Tagen zu Gast. VfB ist dieses Jahr nach langen Jahren in der Landesklasse aufgestiegen und stellt mit seiner sehr guten Nachwuchsarbeit sicher eine sehr angenehme Stellung in der Liga und der Region dar. Es entwickelte sich von Beginn ein munteres aber sicher nicht hochklassiges Spiel, welches doch auf beiden Seiten teilweise fehlerhaft bzw. ungenau war. Leider mussten wir auch in diesem Spiel gleich zu Beginn verletzungsbedingt Niklas auswechseln und brachten dafür Jippi, welcher seine Sache ordentlich machte. Beide Mannschaften versuchten doch immer wieder mit langen Bällen zu agieren. Beide Abwehrreihen hatten damit aber keine großen Schwierigkeiten diese zu verteidigen. VfB war die in dieser Phase doch etwas aktivere Mannschaft und kam zu dem ein oder anderen Abschluss ohne dabei aber wirklich gefährlich zu werden. Ähnlich sahen unsere Abschlüsse aus, welche ebenfalls nicht zwingend waren. Die zweite Halbzeit bestimmten dann wir, denn VfB zog sich doch recht weit zurück und tat nicht wirklich mehr was für das Spiel. Einer ihrer Befreiungsschläge hatte dann aber die bis dahin größte Möglichkeit für sie zur Folge. Ihr Angreifer stand plötzlich vor Walle, hob den Ball aber glücklicherweise gegen die Latte von wo aus er wieder ins Feld sprang. Nach gut 75 Minuten brachten wir dann noch Gippi und Kissi, der zugleich sein Landesligadebüt gab. Er fügte sich gleich gut ein und brachte eine Flanke auf Celli, welche er gut verarbeitete, dann aber seine Ablage keinen Abnehmer fand. Gippi war es dann vorbehalten mit einem langen Einwurf unseren Siegtreffer vorzubereiten. VfB konnte diesen Einwurf nicht klären und Hannes konnte aus 3m einschieben. So plätscherte das Spiel dann bis zum Ende hin und hatte zum Schluss doch noch den unfreiwilligen Höhepunkt zu bieten. Oliver Weber von VfB fiel nach einem Zweikampf so unglücklich, dass er anschließend große Schmerzen im Halsbereich verspürte und ein Notarzt gerufen werden musste. Gerade als dieser auf dem Sportplatz eintraf, wurde Spechte in der letzten Minute des Spiels von einem Ball so stark erwischt, dass er wie ein Stein zu Boden ging und kurz das Bewusstsein verlor. Die Folge war, dass noch ein Notarzt gerufen werden musste. Der Schiri stimmte sich mit dem Beobachter und den beiden Kapitänen ab und verzichtete schlussendlich auf die noch zu spielende Nachspielzeit. Besonders zu erwähnen ist hierbei, dass die Initiative des Verzichts der Nachspielzeit von den Spielern des VfB Cottbus ausging. Dies ist eine sehr beeindruckende Aktion, welche großen Respekt und Anerkennung verdient.
Spechte war nach kurzer Behandlung wieder ansprechbar und der Einsatzwagen konnte ohne ihn wieder den Sportplatz verlassen. Oliver Weber hingegen wurde sicherheitshalber mit ins Klinikum zu weiteren Untersuchungen mitgenommen. Am Tag darauf gab er aus dem Klinikum leichte Entwarnung, wo er sich auf dem Weg der Besserung befand und bedankte sich nochmals für die schnelle und sehr gute Versorgung durch den KSV. Wir wünschen ihm auf diesem Weg alles Gute und gute Besserung, damit er seiner Mannschaft bald wieder zur Verfügung steht.
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Fazit: Ein schwer erkämpfter und am Ende glücklicher Sieg geriet durch die letzten Minuten mit den Verletzungen der beiden Spieler zur Nebensache.

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