Spielbericht (E2-Junioren): SC Spremberg – Kolkwitzer SV II

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Endergebnis: SC Spremberg – Kolkwitzer SV II 6:5

Heute kam es zum Spitzenspiel der Kreisklasse Süd im Kreis Niederlausitz. Hierbei traf das ungeschlagene Team vom SC Spremberg, mit dem derzeit besten Sturm der Liga, auf den Zweitplatzierten, unseren Kolkwitzer SV II, mit der derzeit besten Abwehr der Liga, aufeinander. Ein Nachholspiel zum Donnerstagabend (unter nicht besten Bedingungen), sollte zu einem echten Krimi und einer absolute Werbung für den Fußball werden!

Nach unserer Anreise durch den Cottbuser und Spremberger Feierabendverkehr waren wir in bester Stimmung und freuten uns auf das Spitzenspiel. Dem SC ging es sicher genauso. Wir zogen uns um und betraten zur Erwärmung das Feld. Ein einseitiges Flutlicht und ein etwas breiterer Platz als gewohnt, waren schon etwas ungewöhnlich, aber beide Teams hatten ja gleiche Voraussetzungen. Dazu war der Platz auch eher schwer, was bei dem derzeitigen Novemberwetter allerdings kaum vermeidbar ist und unserer schnellen Spielweise eher nicht entgegen kommt. Wir machten uns mit den Gegebenheiten vertraut und dann ging es los.

Wir hatten uns vorgenommen, aus unserer starken Defensive schnell nach vorn zu agieren. Das dies schwer werden würde, zeigte sich bereits nach 3 Minuten, als Spremberg mit 1:0 in Führung ging. Es wurde schnell klar worauf das Spiel ausgerichtet sein würde – Torschüsse schon zwischen Mittellinie und Strafraum. Der Boden war glatt und somit eine schwere Aufgabe für beide Keeper. Kolkwitz kam allerdings besser ins Spiel und hielt Anschluss. In der 14 Minute dann das 1:1 durch unseren Linksaußen. Die Freude währte nur kurze, denn nur eine Minute später mussten wir das 2:1 hinnehmen. Allerdings unterbrach auch dies nicht unseren Spielfluss. Wir wurden immer stabiler und erneut war es unser Linksaußen der uns mit einem Doppelpack in Minute 22 und 23 erstmals in Führung brachte. Der Offensivdrang beider Mannschaften blieb unverändert. Erst traf Kolkwitz den Pfosten und mit dem Pausenpfiff die Spremberger ebenfalls Aluminium.

Halbzeit und Verschnaufpause für beide Teams. Eine Runde heißen Tee des Gastgebers brachte wieder Energie in die Körper, die unsere Mannschaft für Halbzeit 2 gebrauchen konnte. Wir lieferten den geforderten Kampf gegen den Gastgeber und standen ihm in Nichts nach.

Weiter ging es. Anpfiff zur zweiten Halbzeit, alles sortierte sich neu. Die Abwehrreihen wurden nun besser. Trotz vieler Chancen erlebten wir 15 Minuten ohne Tor. Erstaunlich nach dieser offensiven ersten Spielhälfte. Spremberg trotzdem mit leichten Vorteilen, da sie uns immer wieder in unsere eigene Hälfte drängten und auch durch Standards gefährlich waren. Doch das Spiel war noch nicht entschieden. Nach dieser vermeintlichen Ruhephase für den Torzähler, ging es in die heiße Endphase. In den nächsten 6 Minuten fielen plötzlich 5 Tore auf beiden Seiten. Die Gefühlswelt im Kolkwitzer und Spremberger Anhang fuhr sichtlich Achterbahn. Beide unterstützten ihre Teams lautstark und mit vollem Einsatz. Wir fanden uns kurz vor Schluss bei 5:5 wieder, ein Ergebnis mit dem beide Teams hätten leben können. Leider war das Glück heute auf Seite der Spremberger. Mit der letzten Aktion kam der Ball noch einmal gefährlich vor unser Tor und konnte dort erfolgreich verwandelt werden. Uns blieb keine Zeit mehr für eine erneute Gegenaktion, da die Spielzeit abgelaufen war. Somit konnte der Gastgeber einen eher glücklichen 6:5 Sieg feiern.

Fazit: Ein Spitzenspiel was seinen Namen gerecht wurde und eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Nichts desto trotz hatte der Gastgeber das glücklichere Ende für sich und ist somit kaum noch von Platz 1 in der Hinrunde zu verdrängen. Kolkwitz hat sich heute erneut und auf fremden Platz sehr viel Respekt verdient und gezeigt, dass man als jüngerer Jahrgang einer E2 mit einem ungeschlagenen Tabellenführer einer 1. Mannschaft mithalten kann. Die Niederlage ist für uns keine, weil wir uns in unserem guten Fußballspiel bestätigt sehen und weiterhin auf Platz 2 der Tabelle rangieren. Nun heißt es nach vorn schauen und in den letzten beiden Spielen diese bis dato hervorragende Hinrunde ebenso zu Ende führen.