Sparkasse Spree-Neiße gewinnt den eigenen Cup in Kolkwitz

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Das Team der Sparkasse Spree-Neiße ist der überraschende Titelgewinner beim Kolkwitzer Sparkassen-Cup 2017. Vor der Rekordkulisse von mehr als 300 Zuschauern bezwang die Bank-Auswahl im Finale den Landesklasse-Vertreter Eintracht Peitz.

Die Vorrunde am Donnerstagabend im vollen Kolkwitz-Center hatte gleich mehrere Überraschungen parat: In der Gruppe A musste der SC Spremberg, Gewinner des Sparkassen-Cups 2015 und 2016, bereits früh die erneuten Träume vom Titel-Hattrick begraben. Nach der Niederlage des SC gegen den Veranstalter und Gruppensieger Kolkwitzer SV brauchte Eintracht Peitz gegen den VfB Cottbus im letzten Gruppenspiel einen Sieg, um Sprembergs Erfolgsserie der vergangenen Jahre zu stoppen. Durch den späten Treffer von Robert Brandt sicherten sich die Fischerstädter den zweiten Platz im Halbfinale. Für Spremberg reichte es am Ende zu Platz 5.

Die Gruppe B wurde durch die vor dem Turnier gezogenen Lose zu einer echten Hammergruppe. Mit dem Oberligisten VfB Krieschow, den beiden Landesliga-Spitzenteams Wacker Ströbitz und FSV Glückauf Brieske/Senftenberg sowie die von Oberliga-Kicker Philipp Knapczyk angeführte Sparkassen-Auswahl trafen gleich vier potenzielle Turnierfavoriten bereits in der Vorrunde aufeinander. Damit war auch klar, dass zwei starke Mannschaften sich mit den Platzierungsspielen begnügen mussten. Während der VfB Krieschow, der unter anderem mit Keeper Fritz Pflug, Eric Jeschke, Martin Dahm, Sven Konzack und Torjäger Andy Hebler ein starkes Ausgebot auf das Kolkwitzer Parkett schickten, nach der torlosen Auftaktpartie gegen Ströbitz sich souverän den Gruppensieg sicherte, schieden Wacker und die in den vergangenen Jahren spielerisch starken Briesker aus. Der FSV Glückauf musste letztendlich ohne einen einzigen Punkt die Heimfahrt antreten.

Im Halbfinale kam es damit zu den Duellen zwischen Gastgeber Kolkwitz und der Sparkasse sowie Krieschow und Eintracht Peitz. Die Bank-Auswahl konnte sich wie in allen Partien nach dem Schlusspfiff bei Keeper Philipp Schwittek bedanken, der mit starken Paraden ohne Handschuhe mehrfach gute KSV-Chancen entschärfte. Und ausgerechnet Niklas Machate schoss seinen Heimatverein mit seinem einzigen Turniertor aus dem Wettbewerb.

Das zweite Halbfinale schien vom Papier her eine klare Sache zu werden: Der Oberligist tat sich aber sehr schwer gegen den tief verteidigenden Landesklasse-Vertreter aus Peitz und konnte nach dem frühen Rückstand nur noch den Ausgleich erzielen. Somit musste erstmals an diesem Turnierabend das Neunmeterschießen entscheiden. Dabei hatte der Außenseiter die besseren Nerven: Eric Jeschke scheiterte mit seinem schwach geschossenen zweiten Neunmeter an Eintracht-Keeper Steffen Leupold. Die nächste Überraschung war perfekt.

Somit standen sich im Finale mit Peitz und der Sparkasse zwei Teams gegenüber, die vorher nicht unbedingt ganz oben auf den Buchmacherzetteln standen. Erneut musste im spannenden und engen Endspiel nach dem 1:1 nach zehn Minuten die Entscheidung vom Neunmeterpunkt fallen. Dieses Mal zeigte allerdings die Eintracht Nerven: Erst verschoss Sven Erik Schwella. Und anschließend lenkte Schwittek den entscheidenen Neunmeter noch mit den Fingerspitzen an die Querlatte und sicherte der Sparkassen-Auswahl den Turniersieg.

Schwittek wurde danach auch völlig zu Recht zum besten Keeper des Wettbewerbs gewählt. Als bester Spieler wurde Martin Dahm ausgezeichnet. Und die Torjägerkanone holte sich wenig überraschend Krieschows Goalgetter Andy Hebler mit sechs Treffern im Turnierverlauf.

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