Spielbericht (E2-Junioren): Spremberger SV II – Kolkwitzer SV II

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Endergebnis: Spremberger SV II – Kolkwitzer SV II 7:6 (5:4)

Wer seit der letzten Woche gedacht hatte, dass man ein 5:5 an Spannung nicht überbieten kann, der sah sich getäuscht. Heute ging es in Spremberg zum Duell gegen den SSV II und mit einem knackigen 6:7 aus unserer Sicht wurde das Torfestival von letzter Woche noch überboten, allerdings mit eher unglücklichem Ausgang für uns.

Wieder war man großenteils gleichwertig mit dem Gegner und doch konnte man nichts Zählbares draus machen. Trotz schneller Führung in der 2. Minute durch Niclas, verschlief man die nächste Viertelstunde und kassierte erst ein unglückliches Eigentor (kein Vorwurf, das passiert halt) und dann noch weitere 4 (!) Treffer. So stand es bereits nach 16 Minuten 1:5 aus unserer Sicht. Klar gab hier keiner auf, Respekt dafür, aber solch einen Rückstand innerhalb von etwas mehr als einer halben Stunde aufzuholen, glich schon eine Mammutaufgabe.
Nach dem Ande praktisch im Gegenzug auf 2:5 verkürzte, fand endlich auch unser Mittelstürmer seine Treffsicherheit wieder. Bis dato in der Rückrunde glück- und torlos, konnte er uns mit einem Doppelpack in Minute 20 und 21 auf 4:5 heranbringen. Danach stoppte uns leider der Pausenpfiff im weiteren Drang nach vorn.

Halbzeit, doch was tun? Defensiver einstellen, um nicht noch mehr Tore zu kassieren? Offensiver, um alles auf eine Karte zu setzen? Oder so weiter spielen und hoffen, dass sich Halbzeit eins nicht wiederholt?

Wiederanpfiff und die verunsicherte Kolkwitzer Abwehr wieder unter Dauerdruck. Spremberg erneut mit guten Einzelaktionen und gutem Passspiel im gegnerischen Strafraum. Verdient belohnten sie sich mit zwei weiteren Toren in Minute 26 und 28, und machten uns so die Aufholjagd noch schwieriger. Wie gesagt, an der Kolkwitzer Einstellung lag es nicht. Denn auch diesmal konnte Kolkwitz wieder verkürzen. Karl und Ande stellten auf 6:7 und da waren noch 16 Minuten auf der Uhr. Unser Team rannte an und Spremberg konterte. Hier gab keiner nach. Unser Team erarbeitete sich einige gute Chancen und eine davon führte zum Torjubel. Allerdings wurde der Ball von Spremberg auf oder hinter der Linie (?) weitergespielt und der Schiedsrichter entschied nicht auf Tor. Proteste unseres Teams auf dem Feld, aber der Schiri blieb bei seiner Meinung.
Auch die restliche Zeit konnten wir den Ball nicht ein siebtes Mal im Tor der Gastgeber unterbringen und so gewannen diese glücklich mit 7:6.

Fazit: Vorne top und hinten flopp, so könnte man es heute beschrieben. Sicher ist ein Eigentor unglücklich und sicher kann man dem nicht gegebenen Treffer hinterher trauern, aber 12 Gegentore in den letzten zwei Spielen sind einfach zu viel. Hier müssen wir weiter an unserer defensiven Einstellung arbeiten und sicherer werden. Zu dem funktionierte unser Kurzpassspiel heute nur wenig, die Breite des Feldes wurde so nicht ausgenutzt und man verfiel immer wieder in hartnäckige 1 gegen 1 Duelle. Das beraubte uns unserer Schnelligkeit und so überließ man dem Gegner zu oft das Mittelfeld, was zu einem Chancenplus für ihn führte. Kamen wir vor das gegnerische Tor, wurde meist stark vollendet. 11 Tore in den letzten zwei Spielen, das spricht für sich!
Entsprechend müssen wir an unserer defensiven Ballsicherheit arbeiten und das Mittelfeld wieder für uns gewinnen. Damit können wir das Spiel wieder mehr in die Hälfte des Gegners verlagern und somit unsere eigentlichen Stärken (Passspiel, Schnelligkeit und Abschlussstärke) hervorbringen.