Spielbericht (D-Junioren): SpG Preilack/Peitz – Kolkwitzer SV

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Endergebnis: SpG Preilack/Peitz – Kolkwitzer SV 4:1 (2:1)

Tor: Yannick

Das Ergebnis zeigt uns an diesem Tage zwei Zahlen, aber das schildert in keinster Weise das Spielgeschehen auf dem Platz in Preilack wieder! Mitte der ersten Hälfte übernahm der Schiedsrichter das Geschehen. Durch katastrophale und desaströse Fehlentscheidungen wurde das Match so beeinflusst, dass dieser Sieg für die Spielgemeinschaft zu Stande kam.

Die Chronologie dieser Vorkommnisse kann man hier nachlesen.

Wir freuten uns darauf, heute gegen die Spielgemeinschaft Preilack/Peitz antreten zu dürfen. In ansteigender Form, mit 5 Siegen in Folge, war der Gastgeber ein spannender Gegner und wir wollten uns heute im fairen Wettkampf mit ihm messen.

In den ersten Minuten verlief alles wie gewohnt. Yannick schoss das 0:1 und der Gegner glich mit einem sehenswerten Kopfball nach einer Ecke aus. Das Match war spannend und lebte vom fairen Schlagabtausch der Teams.

In Minute 20 dann die erste Fehlentscheidung des Schiris. Ein von uns mit einer Grätsche geklärter Angriff im Strafraum, wurde vom Schiri plötzlich abgepfiffen. Nach kurzer Verwirrung der Spieler zeigte der Spielleiter auf den Punkt. Er wollte ein Handspiel gesehen haben und war damit wohl der Einzige auf dem gesamten Feld. Preilack/Peitz verwandelte den Elfmeter und ging in Führung.

Noch vor der Halbzeit erzielten wir den Ausgleich, durch einen direkt verwandelten Freistoß nach Foul des Gegners. Aber der Schiri griff wieder ein, er hatte nur einen indirekten Freistoß gegeben. Auf Nachfrage warum, bekamen wir die Antwort, dass er nur einen leichten Rempler gepfiffen hatte und dieser als indirekt ausgelegt wird. Doch Regel 12 des aktuellen DFB Regelbuches besagte, dass „Rempeln, Anstoßen, Treten oder versuchtes Treten, Stoßen, etc“ einen direkten Freistoß zur Folge hat. Uns wurde ein reguläres Tor aberkannt.

Ein immer nervöser werdendes Spiel ging in die Halbzeit. Bis dahin hatte der Schiedsrichter weitere „Kleinigkeiten“ übersehen (falsche  Einwürfe, Schiedsrichterbälle auf Grund von Bällen ans Großfeldtor, Mittellinienfreistöße, etc.) und sein Stellungsspiel in der Mitte des Platzes war ebenso wenig förderlich und eher hinderlich, für ein sauberes Spiel durch die Mitte.

Die zweite Hälfte begann und nach 6 Minuten erzielte der Gastgeber das 3:1. Voraus ging ein klares Foul an unserem Strafraum. Unser Ball führender Abwehrspieler wurde vom gegnerischen Stürmer zu Boden gedrückt und verlor nur deshalb den Ball. Ein Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Hatte er in Hälfte eins noch „kleine Rempler“ geahndet, blieb hier die Frage offen, wie er ein solch klares Foul übersehen konnte?

Der nächste Aufreger dann in Strafraum der Preilack/Peitzer. Ein klares Handspiel, was deutlich von allen zu erkennen war, wurde wieder nicht gepfiffen. So wurden die Kolkwitzer erneut benachteiligt und um eine weitere aussichtsreiche Torchance gebracht.

Spielerisch waren wir weiterhin auf Augenhöhe. Das bewies Lukas D. mit einem sehenswerten Abschluss. Leider verhinderte die Latte ein Tor unsererseits.

Die letzte Aktion gehörte dann wieder dem mehr als unfähigen Schiedsrichter. Ein Zweikampf an der Seitenlinie und der Ball ging ins Aus. Als die Kolkwitzer noch auf die Kommunikation des Spielleiters warteten und wer denn nun Einwurf hat, spielt der Gastgeber den Ball lang mit dem Fuß und kontert uns Gäste zum 4:1 aus. In Nachhinein wurde ein Freistoß wegen hohem Bein eines Kolkwitzer prognostiziert. Das dies auch bei unseren Spielern ankam, ist mehr als fraglich.

Nach unnötigen zweieinhalb Minuten Nachspielzeit, pfeift der Spielentscheider das Match ab und verlässt unter lautem Klatschen der Kolkwitzer das Spielfeld. Dass dies keine Anerkennung für seine Leistung war, versteht sich natürlich von selbst!

Es spielten: Eric, Gustav, Karl, Ande, Lukas P., Yannick, Wyatt, Lenny, Lukas D., Helen.

Fazit: Als Erstes möchte ich hier deutlich klarstellen, dass das Team der SpG Preilack/Peitz spielerisch normal agiert hat. Einzig der Schiedsrichter ist für unsere heutige Niederlage verantwortlich. Auch unseren Kids können wir ein positives Arbeitszeugnis ausstellen. Dass sie trotz der Widrigkeiten das Spiel ordentlich zu Ende gebracht haben, verdient größten Respekt, da es selbst uns Trainer extrem schwer fiel, Ruhe in das Spielgeschehen und das Drumherum zu bringen und zu bewahren.    

Meine Person selbst steht seit mehr als 8 Jahren an der Seitenlinie beim Kinderfußball. Von den G-Junioren bis zu den D-Junioren habe ich eine Menge Spiele miterlebt. Seit 4 Jahren trainiere auch ich unsere Kids und habe mich mit dem Erlangen der Trainerlizenz mit Regeln und Verhalten im Fußball vertraut gemacht. Eine solch katastrophale Schiedsrichterleistung habe ich in dieser kompletten Zeit noch nicht erlebt. Ich habe höchsten Respekt für alle die, die sich für solch ein Amt engagieren und damit ihrem Verein weiterhelfen wollen. Auch das nicht nur ausgebildete Schiedsrichter diese Position besetzen, ist bis dato kein Problem gewesen. Aber nach diesem heutigen Erlebnis, fällt es selbst mir schwer, meinen Kinder zu erklären, dass Fußball sich durch Fairness, Teamplay und Einhalten von Regeln auszeichnet. Unsere D-Junioren haben bereits ein sehr ausgebildetes Empfinden für Gerechtigkeit und kennen die Regeln, nach denen sie spielen sehr genau. All das wurde heute durch den gastgebenden Schiedsrichter mehr oder weniger mit Füßen getreten. Meine offene Empfehlung an die Spielgemeinschaft kann deshalb nur sein, diesen Schiri nicht weiterhin einzusetzen (da diese Vorkommnisse meines Kenntnisstandes nach auch nicht einmalig sind). Denn nicht zuletzt, wird so der sportlich faire Wettkampf zwischen unser aller (Fußball-)Nachwuchs missachtet und die Wertevermittlung die unsere Kinder erfahren und im Erwachsenenbereich umsetzen sollen, ad absurdum geführt.